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Thema: Freundschaft - beginnen & gestalten

© 2003 by Veit Claesberg

Veröffentlichungen, egal welcher Art, nur nach Rücksprache mit dem Verfasser. - webmaster@veitc.de - www.veitc.de

 

 

A. Thematische Einleitung Christliche Ehtik

B. Das Thema: Freundschaft beginnen & gestalten

1. Partnerschaft - eine super Erfindung Gottes

2. Partnerfindung

2.1. Liebe & Verliebtsein

2.2. Wie alt sollte man sein?

2.3. Kriterien für die Partnerwahl

2.4. Den (richtigen) Partner finden

3. Partnerschaft gestalten

3.1. Partnerschaftsgestaltung (Ziele, Interessen, Genuss)

3.2. Auf dem Weg zur Hochzeit

3.3. Freundschaft & Sexualität

4. Abschluss

 

 

A. Thematische Einleitung ins Wochenende: ...weil er gut ist: Gottes Wille

Einstieg über: Mensch ärgere dich nicht: Zuerst eine Runde Mensch-ärgere-dich-nicht spielen. Dann die Regeln von MÄDN feststellen (frei machen, eine Richtung, farbliches Endziel, schmeißen ist Pflicht...)

Stellt euch vor, ihr würdet euch nicht an die Regeln halten (Abkürzungen gehen, doppelte Schritte...) - das Spiel wäre nicht möglich oder für viele langweilig...

 

An diesem Wochenende wollen wir uns mit dem Willen Gottes beschäftigen. Es geht dabei um verschiedene Bereiche unseres Lebens, in den Gott mitreden möchte. Es geht dabei auch um Regeln, um gute Regeln, damit das Spiel vernünftig funktioniert, alle Spaß haben und jeder mitspielen kann.

 

Gott - ja Gott. Hier wird schon deutlich. Gottes Regeln sind eigentlich nur für die Leute interessant, die Gott kennen. Weil warum sollte mich das ganze sonst interessieren - OK, man könnte sagen, dass man sonst nicht spielen könnte, aber so weit denken die wenigstens, weil das Spiel des Lebens wesentlich komplizierter und größer ist als MÄDN.

 

Christliche Ethik

Gottes Regeln sind gut. Sie sind nichts schlechtes. Sie wollen helfen, damit man klar kommt.

Man nennt diesen Bereich auch Ethik - Norm - Regel, was mein Handeln und Tun bestimmt. Die Frage lautet: Was ist richtig? Jeder Mensch lebt nach bestimmten Maßstäben, nach einer Norm, nach einer Sitte, nach einer Ethik. Dabei geht es um die Frage: Was ist richtig? Wir kaufen ein bei ALDI und richtig ist es zu bezahlen, weil ALDI günstig ist und wenn keiner bezahlen würde, dann würde ALDI pleite machen - das sagt uns die Vernunft und deshalb halten wir uns daran und handeln vernünftig. Manche Leute sehen das anders - bei ihnen herrscht die Gier - sie marschieren nach ALDI mit der Knarre rein und rauben alle Gummibärchen - ihre Ethik ist nicht gerade prickelnd. Es geht ihnen nicht um die Allgemeinheit, sondern um ihren Bauch.

 

Als Christ frage ich Gott. Gott ist der Erfinder des Menschen. Der Erfinder weiß, was für seine Erfindung gut ist, wie es gut läuft, wie man gut spielen kann. Daher fragen wir den Erfinder. Wenn du MÄDN spiele willst liest du dir die Spielregeln durch und erklärst sie anderen, damit alle ihren Spaß haben.

Christen glauben, dass Gott die Menschen gemacht hat und das der Mensch in der Beziehung zu Gott seinen Sinn hat. Wenn der Mensch mit Gott in einer guten Beziehung lebt, dann kann er sich verwirklichen, dann kann er Spaß haben, dann wird sein Individuum berücksichtigt, dann geht es ihm gut. Gottes Regeln und Gebote sind der Grundstock einer guten Beziehung.

Ä     Das wird im AT deutlich: 2. Mo. 20, 1. 2

Ä     Das wird im NT deutlich: Mt. 22, 37 (Gott lieben - er hat uns zuerst geliebt: 1. Joh. 4, 19) Joh. 14, 15

Gott will die Beziehung und die muss gestaltet werden. Hier wird noch einmal deutlich. Wer diese Beziehung nicht hat, der wird sie nicht gestalten wollen. Es geht also nicht darum, dass Gott uns bestrafen will. Christliche Ethik ist was gutes.

 

Und weil das so ist werden wir an diesem Wochenende über folgendes reden:

1. Freundschaft (zwischen Mann & Frau)

2. Gottes Willen erkennen

3. Sexualität

4. Predigt: Zusammenfassung

 

B. Das Thema: Freundschaft beginnen & gestalten

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1. Partnerschaft - eine super Erfindung Gottes

Als Christen glauben wir, dass wir die Antworten auf die wichtigen Fragen des Lebens von Gott bekommen und von seinem Wort, der Bibel und die Frage nach dem Partner/der Partnerin ist eine der wichtigsten Fragen des Lebens.

Gott teilt uns in seinem Wort mit, dass er die Partnerschaft zwischen Mann und Frau erfindet. Ich lese mal den Text, den wir heute Morgen auch schon hatten:

Genesis 2, 18-25

ü      zweiter Schöpfungsbericht: Fokus

ü      klingt witzig: als ob Gott nicht wüsste, dass Adam mit den Tieren nicht zurecht kommen würde. Diese Story macht dem Menschen deutlich, wie sehr er ein menschliches Gegenüber braucht.

ü      Als er Eva sieht, ist er nicht mehr zu halten.

ü      Gott erfindet die Liebe, die Partnerschaft, das Kribbeln im Bauch, das total verknallt sein - genial. Es ist was sehr gutes.

ü      Als Mann und Frau in einer Partnerschaft wird man vor Gott eins mit Leib und Seele. Man könnte auch sagen, Mann und Frau kleben aneinander. Dies spricht auch die Sexualität an. Gott ist Erfinder der Sexualität und er will, dass sie im geschützten Rahmen einer verbindlichen Partnerschaft (Ehe) ausgelebt wird.

 

Nur die super Story hat für uns heute einen Knackpunkt: Adam brauchte nicht wählen - der bekam Eva einfach vorgesetzt. Klar, die waren jetzt verheiratet. Er hatte nicht erst die Qual der Wahl. Es gab auch nicht viele Fragen über Gestaltung der Beziehung. Es gab ja nur die zwei. Gut hatte er es, der Adam.

Doch wie machen wir es heute, unter der Vorraussetzung, dass Gott die Partnerschaft zwischen Mann und Frau will, wünscht und erfunden hat und ihr auch Leitlinien gegeben hat?

 

2. Partnerfindung

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Normalerweise überkommt es einen. Selten ist heute, dass die Eltern dich schon als Baby versprochen haben und bestimmen wenn du heiratest. Nicht das dies falsch wäre, es ist nur in unserer Kultur überhaupt nicht üblich. Bei uns entscheidet man das individuell. Man verknallt sich, befreundet sich oder ist unglücklich verliebt, verlobt sich, heiratet oder man geht wieder aus einander. Das ist nämlich das Problem heute. Manche Leute haben 10 Freunde. Das liegt m.E. daran, dass viele nicht kapiert haben, dass es einen Unterschied gibt, zwischen Liebe und Verliebtsein:

 

2.1. Liebe & Verliebtsein

Austausch zu viert: Was ist Liebe? Was ist Verliebtsein? Wo ist der Unterschied?

Über diese Frage sind unzählige Bücher geschrieben worden und Gedanken verflossen. Man wird es nie ganz beantworten können.

Menschliche Liebe ist immer auf ein Gegenüber, ein Du, gerichtet. Ich liebe etwas, weil es für mich wertvoll ist. Meine Liebe ist motiviert durch das Geliebte. Meine Freundin finde ich wertvoll und ich glaube, dass ich sie brauche.

Liebe ist Verantwortung für ein Du!. Wenn ich jemanden liebe, übernehme ich auch ein Stück Verantwortung. Das bedeutet, dass echte Liebe nicht mal eben so Schluss macht, wenn es mal nicht so läuft, wie man dachte, wie das z.B. in den Photostorys oder in den Soaps immer abläuft.

Als Christ hat man den Vorteil, dass man die göttliche Liebe kennt (1. Kor. 13). Gott liebt mich total unbegründet. Er liebt mich, obwohl er mich nicht braucht, er liebt mich, und lässt seien Sohn für mich sterben. Dies ist eine Liebe, die unseren Horizont übersteigt, aber die wir uns als Vorbild nehmen können.

Ich muss mich also auch entschließen jemanden zu lieben. Daher ist es wichtig zu erkennen, ob ich nur verknallt bin oder ob ich jemanden echt liebe.

 

Nun ist die Frage: In wen und wann sollte man sich verlieben. Das kann man steuern, aber oft überkommt es einen. Sie fährt mit dem Fahrrad an einem vorbei und man ist hin und weg. Aber man kann natürlich in der Liebe schwelgen und Lieb kann bekanntlich blind machen - oder sich zurückhalten, dem Gefühl nicht nachgeben. Der Mensch hat ja einen Verstand und ist kein triebhaftes Tier.

 

2.2. Wie alt sollte man sein?

Gruppenfrage: Was meint ihr?

Ich denke es kommt nicht unbedingt auf das Alter an, sondern auf die Reife einer Person. Der eine ist mit 20 noch nicht reif und der andere schon mit 16. Auch in der Bibel finden wir natürlich keine Altersangabe. Wie alt war Maria, als sie Jesus bekam? 12-14 Jahre, Kultur. Diese Frage muss man dann auch von der Kultur eines Volkes beantworten und bei uns ist es nicht üblich, dass 13jährige heiraten und Kinder bekommen. Auch wenn Bravo & Co. immer behaupten, dass fast jeder und jede mit 14 schon drei Partner hatten, dann stimmt das erstens nicht und zweitens ist das oft was anderes (man geht nach ALDI) und drittens ist es eh quatsch. Wo steht, dass man mit 14 einen Partner haben muss? Nirgendwo! Ich glaube, dass man noch etwas warten sollten, bis man die Sturm und Drang Phase überwunden hat.

 

2.3. Kriterien für die Partnerwahl

Was ist euch wichtig - Abfrage über Moderatorentafel (Punkten - jeder hat vier, max. 2 auf ein Feld)

Geld

Herkunft (Familie, Nationalität)

Christ/Nichtchrist

Schönheit

Alter

 

Man darf die einzelnen Aspekt nicht unterschätzen: Gerade die Herkunft ist wichtig und auch das Alter. Selbst Geld kann hinterher eine Rolle spielen, zumindest kann man sich darüber streiten. Durch unterschiedliche Prägung muss man sich aufeinander einlassen. In der Phase des Verliebtsein ist das alles kein Problem, aber wenn die Liebe fester wird, dann kann man sich an solchen Punkten reiben.

 

Sollte der Partner Christ sein?

Gerade zu diesem Thema, bezieht Gott eindeutig Stellung. Schon im AT verbietet Gott den Israeliten sich Frauen von anderen Völkern zu nehmen, die andere Götter anbeten. Weil Israel sich nicht daran gehalten hat, verfielen sie oft dem Götzendienst. Auch im NT sind die Aussagen eindeutig: 2. Kor. 6, 14ff. Natürlich geht es hier nicht nur um das Verhältnis Mann und Frau, sondern auch um andere Beziehungen.

Es ist natürlich auch noch etwas anderes, ob ich mit jemanden befreundet bin oder verheiratet. Aber das Ziel ist ja Heirat.

Aber auch bei einer Freundschaft ist die Frage, wie man ausgerechnet an dem wichtigsten Punkt seines Lebens anderer Meinung sein soll. Für den Christen bestimmt Gott das Leben und sein Wille und der NC lebt nach seinen eigenen Regeln. Das kann doch auf die Dauer nicht gut gehen. Der eine will Sonntags ausschlafen, der andere will in den Gottesdienst. Es könnte ja auch mal sein, dass Christen verfolgt werden, was ist dann. Was ist mit der Kindererziehung?

Auch das Argument, man will den anderen ja bekehren, zieht nicht. Das klappt in den seltensten Fällen, eher löst sich der Christ von Gott. Und wenn ich wirklich mal den Eindruck habe, ich sollte jemand zu Jesus führen, dann brauche ich ja nicht gleich eine Freundschaft, geschweige denn Ehe eingehen.

 

2.4. Den (richtigen) Partner finden

Nehmen wir an, man will alles beachten und auch einen Christen kennen lernen. Was für Möglichkeiten hat man?

Man muss sich mit Christen treffen. Manche Leute stöhnen, fahren aber nicht dahin, wo Christen sind. Jeder Nichtchrist baggert in Discos rum oder so und fährt hin, wo angeblich tolle Frauen sind.

Christen ist das peinlich. Man bleibt in seiner Jugendgruppe. Nur wenn die abgegrast ist? Oder der potentielle Partner wurde weggeschnappt? Dann muss man dahin fahren wo Christen sind: Freizeiten, Treffen, andere Gemeinden... Ist doch in Ordnung. Man braucht ja nicht wie wild drauflos baggern und kann das drum herum auch noch genießen.

Wie es dann weiter geht, wenn man sich verliebt hat? Individuell: Brief schreiben, anrufen, Mail...

 

3. Partnerschaft gestalten

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Jetzt hat man eine Freundin, was nun?

 

3.1. Partnerschaftsgestaltung (Ziele, Interessen, Genuss)

Einige Tipps:

-        Gemeinsame Interessen entdecken: z.B. bei mir Kino

-        nicht nur rumhängen

-        schmusen

-        spazieren gehen

-        mit Freunden treffen

-        Gemeindearbeit

-        Gebet/Bibellesen

 

3.2. Auf dem Weg zur Hochzeit

Gruppenfrage: Was sagt ihr zu folgendem Satz: „Das Ziel einer Freundschaft ist die Hochzeit.“

Jetzt kann man sagen, dass man es ja nicht gleich übertreiben muss. Muss man ja auch nicht und wenn man nicht zusammenpasst, sollte man eine Freundschaft beenden und nicht auch noch heiraten. Besser ein Ende mit Schrecken, als Schrecken ohne Ende.

Dennoch muss man sich überlegen, was das Ziel einer Freundschaft ist und wenn man zusammenpasst, warum man zusammenpasst. Um ewig befreundet zu sein. Oder ist es Ziel möglichst viele Freunde zu haben. Nein. Ich glaube dass das Ziel wirklich die Ehe ist (zumindest im Hinterkopf). Mann und Frau werden eins vor Gott in der Ehe. Wer so eine Freundschaft beginnt, geht anders mit seiner Beziehung um. Das Ziel ist lebenslange Partnerschaft, die von Gott gestiftete Ehe. Das kann man natürlich wieder nur als Christ so sehen.

 

3.3. Freundschaft & Sexualität - extra Thema morgen

 

4. Abschluss

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Es gibt also vieles zu bedenken. Aber es ist interessant, kribbelnd und spannend. Salomo wusste das schon: Diverse Texte aus dem Hohelied - spontan lesen!

 

Ich wünsche euch, dass ihr den Traumpartner findet. Das ihr nicht enttäuscht werden. Dass ihr euch nicht an Serien oder Bravo orientiert, die zweifelhafte Tipps geben.

 

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