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Argumente für den Glauben (Apologetik)

© by Veit Claesberg

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Wie kann ich vernünftige Argumente für meinen Glauben liefern in der Diskussion mit Klassenkameraden und Freunden.[1]

Zeit: ca. 60min

 

Aufbau:

I. Umfrage im Vorfeld

II. Thema (Folien)

1. Einleitung[2]

2. Situationsanalyse - Auswertung der Umfrage

3. Grundregeln und - wissen für eine Auseinandersetzung

4. Gottesbeweise (gegen den Atheismus)

5. Der christliche Gott ist der wahre Gott (gegen den Pluralismus)

6. Weltbildtest (Verunsicherung des vermeintlich Sicheren)

7. Abschluss

Literatur

 

Ziel:

Die Jugendlichen sollen ermutigt werden, den Glauben anderer zu hinterfragen. Sie sollen Hilfe bekommen, wie man so etwas macht.

 

I. Umfrage im Vorfeld - Umfrage

Jeder der rein kommt bekommt einen Bogen. Er soll in so schnell wie möglich ausfüllen. Es muss ein Team geben (2 Leute) die die Bögen auswerten und das Ergebnis auf Folien festhalten.

 

II. Thema: Argumente für den Glauben

Kurzer Überblick - Gliederung als Folie I

 

1. Einleitung

Ich habe einen Kumpel, einen ehemaligen Arbeitskollegen. Mit dem treffe ich mich alle drei Monate auf ein Bier und wir quatschen immer über alles Mögliche. Irgendwann am Abend, so nach dem ersten Bier, irgendwie so und ca. so 60min lang, kommen wir auf Gott, Jesus, die Kirche... zu sprechen und wir hauen uns die Argumente gegenseitig an den Kopf.

Er kann es nicht fassen, dass jemand, der so vernünftig und intelligent ist wie ich, an den Quatsch in der Bibel glaubt. Ich kann es nicht fassen, dass jemand wie er, der so nach Sicherheit aus ist, sich nicht an Gott wendet.

 

Jahrelang hatte ich den Eindruck, ich werde von ihm an die Wand diskutiert. In der Ausbildung fing das an, da waren noch drei andere mit bei. Drei gegen einen plus zwei Beobachter, die sich die ganzen Diskussionen anhörten und immer dem Gewinner zujubelten. Das war echt hart, wenn man ständig den Eindruck hat, man hat irgendwie kein Argument um gegenzuhalten und die anderen halten einen für einen Spinner.

 

Eines Tages wendete sich das Blatt. Aus heiterem Himmel fiel mir ein dermaßen geniales Argument ein, was ich euch nicht vorenthalten möchte. Ich konnte damit sein Hauptargument abschießen:

Folie II

Das Hauptargument meines Kumpels war immer: Viele Religionen.... Christentum.... Ich glaube an gar nichts, denn irgendwie kann das alles nicht stimmen, wenn es so viele Religionen gibt. Woher weißt du überhaupt, dass das mit Jesus stimmt.

Und wenn das alles nicht stimmt, dann lache ich mich nach dem Tod kaputt. Du bist dein ganzes Leben Christ gewesen, ha ha und ich habe meinen Spaß gehabt...

Ständig hörte ich solche Argumente und ich bin fast verzweifelt. Ich konnte einfach nicht richtig gegen argumentieren, bist mir einfiel:

Mensch der glaubt doch auch! Wer glaubt, dass es keinen Gott gibt, der glaubt doch auch. Wer sagt denn, dass er recht hat. Er steht nicht außen vor, sondern in der Reihe.

Das habe ich dem dann mal gesagt und das war echt der Hammer für ihn.

Ich schob gleich noch einen nach: Was heißt denn du lachst dich nach dem Tod über mein Leben kaputt. Ja glaubst du etwas ich quäle mir hier einen ab, habe ein scheiß leben als Christ? Das die Gebote gut sind, ist doch wohl allen klar...

Zum ersten mal hatte ich das Gefühl - jetzt hast du ihm mal so richtig einen mitgegeben und seit dem diskutiere ich noch leidenschaftlicher jedes Thema mit ihm aus, weil ich das Gefühl habe, ich bin nicht immer der Verlierer oder total unlogisch und naiv.

 

Natürlich, das ist mir auch klar - durch eine Diskussion ist noch nichts erreicht. Mein Kumpel ist immer noch kein Christ und ich weiß nicht, ob er je werden wird. Aber:

Wenn man diskutiert, dann setzt man sich intensiv mit der Meinung des Gegners auseinander. Manche Sachen hört man zum ersten Mal. Nach so einer Diskussion hat man zwar in der Regel nicht seine Meinung geändert, aber man hat plötzlich die Gedanken des anderen im Kopf und denkt und denkt und irgendwie, wenn sie nicht völlig abstrus sind, verändern sie einen, wenn auch nur ganz gering. Ich habe den Eindruck, dass mein Kumpel öfters über meine Argumente nachdenkt, weil sie einfach besser geworden sind. Ich merke das dann in der nächsten Diskussion mit ihm.

Ich glaube wir sind aufgefordert, uns der Auseinandersetzung mit Nichtchristen zu stellen. Petrus schreibt: 1. Petr. 3, 15. Aufgrund dieser Stelle redet man bei der Verteidigung des Glaubens in der Theologie von der Apologetik, weil das griech. Wort hier apologia ist. Ziel der Apologetik ist des den Glauben zu verteidigen und Nichtchristen zu hinterfragen.

Damit man in der Auseinandersetzung bestehen kann und nicht so schnell gefrustet ist, braucht man gute Argumente und vor allen Dingen nicht das Gefühle, man wäre irgendwie total bescheuert und weltfremd. Daher heute Abend das Thema: Argumente für den Glauben.

Ich wünsche mir, dass ihr mit neuem power und mit neuem Mut euren Glauben bekennte und verteidigt. Ich möchte, dass ihr wisst, wie ihr reagiert, wenn jemand euren Glauben hinterfragt oder angreift und das ihr auch dieses geile feeling bekommt, wenn man den Eindruck hat, dass Argument hat gesessen. Da muss er oder sie erst mal dann knacken. Hier könnte Gottes Geist jetzt wunderbar ansetzen - los Gott mach ihn fertig und hol ihn zu dir.

 

2. Situationsanalyse - Auswertung der Umfrage

Wollen wir doch erst mal sehen, wie es überhaupt um die heutige Jugend so steht. Hier eure Ergebnisse:

Interpretation der Ergebnisse

× Frage 1: so oft wie möglich anstreben

× Frage 2: FRIZZ ist auch und gerade ein Ort, wo solche Auseinandersetzungen stattfinden können und dürfen. Der playstage Einsatz wird die Chance sein, um seinen Glauben zu verteidigen.

× Frage 3: Bei Grundlagen ansprechen

× Frage 4: Es ist wichtig, dass ich begreife, um was es meinem Gesprächspartner geht, damit ich mir zu diesem Thema (manchen kommen andauernd), passende Antworten bereit legen kann.

× Frage 5: die schlechten Gefühle sollen sich ändern

× Frage 6: unser Ziel sind gute Argumente. Letztlich kann aber nur der Geist Gottes einen Menschen von Gott überzeugen. Gute Argumente sind auch besonders für uns selber wichtig, weil sie uns ein gutes Gefühl geben.

× Frage 7: Bei Grundlagen ansprechen

× Frage 8: Das sollte unser Ziel werden. Jahrelang habe ich mich in die Ecke drängen lassen und war immer in der Verteidigungsposition. Warum nicht mal angreifen? Angriff ist die beste Verteidigung. Das soll das Hauptziel des Abends werden: Greif an! Hinterfrag den Glauben des anderen. Wer deinen Glauben hinterfragt, muss es auch aushalten können selbst hinterfragt zu werden. Was für Antworten hat er auf die brennenden Fragen des Lebens? Wie sicher gebastelt ist sein Patchwork-Religion (Postmoderne)? Auf was für Grundlagen und Annahmen fußt sie?

Insofern müsste man das Thema des Abends eigentlich rumdrehen. Es geht nicht um Argumente für meinen Glauben, sondern um Gegenargumente für den Glauben des Anderen. Er braucht Argumente für seinen Glauben.

Oder: Meine Argumente für den Glauben sind Gegenargumente gegen seinen Glauben. Schon kompliziert!

 

Wenn ich über den Glauben diskutiere ist es hilfreich, wenn ich ein paar Dinge beachte. Daher wollen wir uns zunächst ein paar Grundregeln vor Augen führen.

 

3. Grundregeln und -wissen für eine Auseinandersetzung

Folie III

Von A-Z oder auf was man bei einer Diskussion achten sollte:

× Apologetik - ist unsere Aufgabe (Verteidigung, Verantwortung) 1. Petr. 3, 15. Ziel ist es, Menschen davon zu überzeugen, dass das Evangelium wahr ist.

× Methodik: Angriff ist die beste Verteidigung

× Rahmen: In einem Rahmen zu diskutieren, wo Leute ständig kommen und gehen, ist ungut. Hier wird man oft falsch verstanden, oder die Leute kriegen nur Fetzen mit und bilden sich daraufhin ihr Urteil.

× Stil: Man darf den anderen nicht nieder machen (Fanatismus)!

× Thematik: Beim Thema bleiben und nicht ständig das Thema wechseln. Dabei oberflächliche Gegenargumente abschießen... (Bei Leid, z.B. die Frage nach dem Gottesbild...)

× Umfeld: Das Denken des Gegenübers verstehen. Wir leben in der Postmoderne. Du kannst Glauben was du willst! Es gibt viele Wahrheiten. Darüber sollte man nicht streiten. Ihr Christen sucht streit, weil ihr denkt, dass ihr die absolute Wahrheit habt. Unterlegt mit dem Geist der Moderne (Es gibt nur eine Wahrheit und darüber kann man streiten). Wir müssen dabei bleiben: In Bezug auf Gott gibt es nur eine Wahrheit: Joh. 14, 6 - wer so etwas behauptet wird Ärger bekommen.

× Wissen: Man muss wissen, was man selber glaubt - Glaubensbekenntnis (1. Petr. 3, 15)

× Ziel: Auf Gottes Liebe zu sprechen kommen.

 

Wie schon gesagt:

In so einer Diskussion ist es m.E. am besten, wenn wir versuchen, den Glauben des anderen anzugreifen, indem wir gute Argumente für unseren Glauben liefern.

Ich möchte heute Abend auf zwei Grundwahrheiten unseres Glaubens eingehen:

× Es gibt einen Gott

× Der christliche Gott ist der Richtige

 

Dabei wird das erste Grundwahrheit immer weniger angezweifelt. Der Trend ist heute da, zu glauben, dass es einen Gott gibt. Frage: Wer von euch kennt Leute, die daran zweifeln, dass es irgendwie irgendeinen Gott gibt?

Aber es gibt immer noch genug Leute, die das anders sehen, bzw. die sich das oft fragen. und sie rennen  noch rum und daher sollte man sich mal mit den sogenannten Gottesbeweisen auseinandersetzen. Danach kommen wir zum Absolutheitsanspruch.

 

4. Gottesbeweise (gegen den Atheismus)

Auch in der Postmoderne wird diese Frage immer noch auftauchen, weil es eine Grundfrage des Menschen ist und weil Gott diese Frage in den Menschen bewirkt:

 

Grundfrage: Kann man wissen, dass es einen Gott gibt?

Diese Frage ist nur logisch. Wenn Gott der Schöpfer ist und der Mensch auf ihn hin geschaffen wurde, dann muss diese Frage in dem von Gott entfernten Menschen bohren (nicht ganz treffend: Pred. 3, 11).

Die Beantwortung dieser Frage ist nur dadurch möglich, dass sich Gott offenbart. Dies tut er einmal speziell in Jesus Christus und einmal generell.

Der Mensch kann erkennen, dass es einen Gott gibt, aber schließt die falschen Schlüsse. Röm. 1, 18ff. Natürlich braucht er für seine Erlösung Jesus Christus, in dem sich Gott ganz deutlich offenbart. Das Grundproblem ist aber, dass der Mensch oft nicht nach Gott fragt und auch nicht nach Möglichkeiten, um mit ihm in Kontakt zu kommen.

 

Für Leute die nach der Existenz eines Gottes fragen, unabhängig davon, ob es um den christlichen Gott geht, kann man super die sogenannten Gottesbeweise ins Spiel bringen. Sie können Suchenden helfen und Atheisten verunsichern. Man unterscheidet mehrere solcher Gottesbeweise.

Folie IV-VI

× die kosmologischen Gottesbeweise

„Gegeben sind in unserer Welterfahrung nur solche Größen, deren Existenz durch andere Größen bedingt ist, die zuvor existieren, aber ihrerseits wieder durch vorhergehende bedingt sind usf. Es entsteht die Frage, wie diese Kette einander bedingender und durcheinander bedingter Größen überhaupt bestehen kann, wenn es nur solche Größen geben sollte. Woher sollte dann ihr erstes Glied kommen. Die Existenz dieser Kette ist nur zu verstehen, wenn wir die Existenz eine Größe voraussetzen, der un-bedingtes Sein (esse absolutum) zukommt, die ali in Ewigkeit und aus sich selbst besteht.“ [3]

Man kann den kosmologischen Gottesbeweis dreifach unterteilen:

-     der kinetische Beweis (aus der Bewegung)

      Wer hat die erste Bewegung angestoßen?

-     der Kausalbeweis (alles hat eine Ursache/Zusammenhang)

Wo kommt alles her? Alles hat seinen Ursprung? Wer ist die Quelle?

-     der Kontingentbeweis (anteilige Menge)

Es gibt nicht-notwendige Dinge in der Welt, die von einem notwendigen Wesen ihr Sein bekommen haben. Dieses Notwendige Wesen, was nicht-notwendige Dinge schaffen kann, ist Gott.

× der henologische Gottesbeweis (das Höchste - Einzigartigste)

Es gibt auf der Welt Gutes, Schönes und Gerechtes, aber nie vollkommene Schönheit, vollkommene Gerechtigkeit.

Alles Mehr oder Weniger setzt aber einen Höchstwert als Maßstab voraus, an dem es beurteilt wird je nachdem, in welchem Grad es ihm nahe kommt.“ [4]

Wer ist also der höchste Maßstab? Gott!

× der teleologische Gottesbeweis (auf ein Ziel gerichtet)

Die Welt ist geordnet. Die Natur ist zweckmäßig und zielgerichtet angeordnet. Der Mensch kann sich Ziele setzen. Es muss einen Schöpfer geben, einen Ordner. Dieser Ordner ist Gott.

× der moralische Gottesbeweis

Aufgrund der guten Sitte und der Moral des Menschen, dem Gewissen und den Gesetzen, schließt man auf einen außermenschlichen Gesetzgeber.

× der ethnologische Gottesbeweis

Alle Völker haben eine Ahnung nach Gott. Die Urvölker hatten auch den Eingottglauben. Diese Ahnung schließt auf einen Gott.

× der eudämonologische Gottesbeweis (Glückseligkeit)

Der Mensch sucht immer und immer wieder das Glück. Er hat ein Verlangen danach. Das höchste Glück ist Gott und nur dort kann man wahres Glück finden.

× der ontologische Gottesbeweis (aus dem Sein heraus)

Ich denke mir Gott als höchstes Wesen. Ein höchstes Wesen ist aber nicht ein höchstes Wesen, wenn es nicht auch in Wirklichkeit existiert. Da ich es aber denken kann, muss es existieren, sonst könnte ich ein noch höheres Wesen denken. Wenn man also über Gott denken kann, muss es ihn auch real geben. Wie kann man sich sonst das Denken über Gott erklären?

 

Problem: Man kann alle diese Gottesbeweise anfechten und gegen sie argumentieren, wenn man nicht die gleichen Denkvoraussetzungen zu Grunde legt.

× contra gegen kosmologischen Gottesbeweis: ich glaube einfach nicht an die Endlichkeit des Universums, sondern an seine Unendlichkeit

× contra gegen moralischen und henologischen und eudämologischen: Glück, Werte und Moral kommen aus dem Menschen heraus.

× contra gegen ethnologsichen: kollektiver Irrtum

× contra gegen ontologischen: nur im vorgegebenen Denkrahmen selber schlüssig. Man glaubt ja auch an den Weihnachtsmann.

           

Heute kann man am besten etwas mit den kosmologischen Beweisen anfangen. Dies leuchtet einfach den meisten Leuten ein und auch Wissenschaftler reden davon, dass es irgendwo irgendjemand gibt, der alles geschaffen haben muss. Dazu passt auch Röm. 1.

Die Gottesbeweise sind nur Gotteshinweise. Man kann Gott nicht beweisen. Sie können eben nur verunsichern und herausfordern und helfen, mehr nach Gott zu fragen. Gott muss bei Leute, die über die Gottesbeweise stolpern, anknüpfen, sonst ist für sie gar nichts bewiesen.

 

Außerdem helfen sie mir zu erkennen, dass der christliche Glaube nicht total schwachsinnig ist, sondern aufgrund von allgemeinen Beobachtungen durchaus sinnvoll ist.

 

In einer Argumentation lassen sich bestimmte Gottesbeweise also gut einsetzen.

 

5. Der christliche Gott ist der wahre Gott (gegen den Pluralismus)

Nehmen wir an:

Jemand akzeptiert, dass es einen Gott gibt. Von mir aus, hat er sich sogar durch die Gottesbeweise überzeugen lassen.

Als nächstes stellt er die Frage: O.K. es gibt Gott, wir glauben ja alle an denselben Gott. Oder: Woher weißt du überhaupt, das der christliche Gott der Richtige ist? - Tschock!

Woher weiß ich das überhaupt? Frage: Woher wissen wir das überhaupt?

Ich weiß es nicht so, als das ich es beweisen könnte - ich glaube es, weil ich Gott/Jesus erfahren haben und Erfahrungen mache. Aufgrund dieser subjektiven Erfahrung, aufgrund meines von Gott in mir bewirkten Glaubens, glaube ich an den christlichen Gott. Was ich dann anführe, sind bestenfalls Argumente die meine Position untermauern, aber keine, die meine Ansicht beweisen könnten.

 

Folie VII

Argumente für den Absolutheitsanspruch

× Joh. 14, 6 - da kommt man nicht drum herum. Da kann man machen was man will. Wer Christ sein will, muss auch die Worte Jesu ernstnehmen.

× Wunder der Auferstehung und der Ausbreitung der Gemeinde

× Wunder der Bibel (die übrigens nicht beweisen will, dass es einen Gott gibt, sondern zeigen will, wie Gott ist)[5]

× Erfahrungen, die ich mit Gott gemacht hat

× Gott liebt - Joh. 3, 16

× Gott vergibt Schuld - M. 7, 18f, daher keine Selbsterlösung. Befreiung.

 

Folie VIII

Hilfen, bei einer Diskussion um die Absolutheit Gottes

× Fragen: Was weißt du wirklich? - Wenn einer meint: Alle Religionen führen zu Gott, dann kann man fragen: Wie gut kennst du die anderen Religionen? Evtl. kann man fragen, wie die anderen Religionen die Frage nach dem Leid beantworten, die Frage nach Gerechtigkeit...

× Fragen: Was willst du wirklich? - In wie weit bist du daran interessiert die Wahrheit wirklich kennen zu lernen? Hast du Religionen schon mal ausprobiert? Test it! Tipp: Fang mit dem christlichen Gott an!

× Hinterfragen: Was hast du wirklich verstanden? - Wenn einer sagt: Ihr Christen, ihr seid Fanatiker, weil ihr meint ihr kennt nur die Wahrheit, dann kann man Fragen, wie er denn damit klar kommt, dass es so viele Wahrheiten geben soll bei den Religionen, aber im Alttag nicht.

× Fragen: Wie ist dein Gott? - Wenn du an irgendeinen Gott glaubst, dann sag mir doch mal, was dein Gott so drauf hat. Wir glauben vielleicht alle an einen Gott, aber nicht alle an denselben Gott. Ich weiß, was mein Gott drauf hat.

× Auffordern: Test it! - Tipp: Bete doch mal ernsthaft, und sage dass du Interesse an Gott hast.

 

× Verhalten: Sei Tolerant! - Wir können tolerant (= dulden/ertragen) sein und die aus unserer Sicht falsche Meinung des anderen ertragen. Intoleranz wäre, wenn ich jemanden wegen seiner anderen Meinung diskriminieren würde. Toleranz ist nicht Alle haben recht! Das ist wischiwachi.

× Verhalten: Lebe als Christ! - Diskutieren und hinterfragen ist richtig und wichtig. Aber viele Leute verstehen dann nichts mehr, wenn wir erzählen, dass Jesus für sie gestorben ist, usw. „Wo wir meinen, das Evangelium einmal klar und verständlich zu sagen... da versteht Otto Normalverbraucher vielfach nur noch >Bahnhof<. Je mehr die Traditions- und Verstehensbrücke zum postmodernen Zeitgenossen abbricht, um so mehr kommt es darauf an, daß Christen durch ihr Leben die Bedeutung des Evangeliums repräsentieren. Wo Christen in ihrem Leben mit ihrem Leben authentisch sind, können sie andere hineinnehmen in einen Weg der Gotteserkenntnis im Lebensvollzug und ihnen durch die Einheit von Leben und Zeugnis zum Wegweiser auf Christus hin werden.“ [6]

 

Ich kann Gott nicht beweisen, ich kann für ihn streiten, aber beweisen kann ich ihn letztlich nicht. Ich bin ja auch nicht Gottes Anwalt. Ich kann Menschen hinterfragen, verunsichern, aus ihrer Ruhe bringen, ihre vorgeschobenen Argumente aufdecken, ihre Beruhigungsstrategie auffliegen lassen.... Damit Gott wirken kann.

Dazu dient auch der letzte Punkt:

 

6. Weltbildtest (Verunsicherung des vermeintlich Sicheren)

Nochmal:

× Zunächst können wir unseren Diskussionspartnern ein paar Gottesbeweise vor die Füße werfen.

× Dann können wir anführen, warum wir glauben, das der christliche Gott der Richtige ist.

× Dann, aber spätestens dann, müssen wir in die Offensive gehen: Angriff ist die beste Verteidigung.

 

Machen wir den Weltbildtest - fragen wir unser Gegenüber was er glaubt und vor allen Dingen wie er sich die wichtigen Fragen des Lebens beantwortet.

Was sind die wichtigsten Fragen des Lebens, die immer wieder gestellt werden und worauf wir eine Antwort haben wollen?

Lt. dem Handbuch Argumente für den Glauben, sind es folgende Fragen. Und lassen wir uns nicht täuschen. Auch wenn diese Frage keiner ausspricht, sind sie doch da, weil sie einfach Grundfragen unseres Lebens sind.

Folie IX

Welche Antworten hast du auf die Fragen des Lebens?

-          Wer oder was bin ich? (Persönlichkeit)

-          Welches Ziel hat alles? (Sinn des Lebens)

-          Wie treffen wir unsere ethischen Entscheidungen? (Wertmassstäbe)

-          Können wir die Wahrheit über uns selbst und unsere Welt erkennen? (Wahrheit)

-          Was ist Liebe und wo gibt es sie? (Liebe)

-          Warum gibt es Leid und wie können wir damit leben? (Leiden)

-          Wie begegne ich dem Tod? Gibt es Leben nach dem Tod? (Tod)

-          Welche Hoffnung gibt es für die Menschheit? (Zukunft)

-          Gibt es noch etwas außer der sichtbaren Welt? (Übernatürliches)

-          Gibt es im Kampf gegen das Böse und die Ungerechtigkeit überhaupt eine Chance? (Das Böse)

Die Antworten die wir geben, gehen natürlich von der Voraussetzung aus, dass es einen Schöpfergott gibt und wir wissen, was wir glauben.

 

Oder kürzer und prägnanter - Der Weltbildtest:

Folie X

× Kann man in deinem Glauben/Weltbild vernünftig denken?

× Kann man mit deinem Glauben/Weltbild vernünftig leben?

× Kann man mit deinem Glauben/Weltbild vernünftig sterben?

 

7. Abschluss

Im Glauben erkennen wir... Hebr. 11, 1-6ff/ Joh. 4, 24

 

Fordert die Leute heraus! Legt eueren Glauben dar und hinterfragt ihren.

Ich möchte zum Schluss noch eine Geschichte vorlesen, wo jemand, der nicht irgendwie besonders gebildet war, dies gemacht hat. Er hat einfach das Glaubensbekenntnis aufgesagt.

 

× Geschichte zum Abschluss von W. Busch, aus „Man muss doch darüber sprechen, Kleine Erzählungen 2. Folge“: Das Apostolikum auf dem Werkshof

 

 

Literatur:

× Afflerbach, Horst, Skript Eigentliche Theologie

× Busch, Wilhelm, Man muss doch darüber sprechen, Kleine Erzählungen 2. Folge, Quellverlag Stuttgart

× Chapman, Colin, Handbuch Argumente für den Glauben

× Duden, Die deutsche Rechtschreibung

× Hempelmann, Heinzpeter, Glauben wir alle an denselben Gott?

× Joest, Wilfried, Dogmatik Bd. 1 Die Wirklichkeit Gottes

× Kessler, Volker, Skript Schulung JMT II 2000

× Spieß, Jürgen, Jesus für Skeptiker

× Schäller, Manfred, Skript Bibliologie

 

 

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[1] Heute nicht das Thema: Glaubwürdigkeit der Auferstehung, der Schöpfungsgeschichte, der Bibel...

[2] Alternative Einleitung: An was glauben Jugendliche heute?

[3] Joest, S. 125

[4] Joest, S. 125

[5] vgl. Hempelmann, S. 32

[6] Hempelamm, S. 28